Einweihung des European Campus unter dem Zeichen von Innovation, Exzellenz und Offenheit

Das Leuchtturmprojekt Eucor – The European Campus wurde am Mittwoch, den 11. Mai in Anwesenheit von Vertretern aller 5 Mitgliedsuniversitäten*, des EU-Kommissars für Forschung Carlos Moedas und des Staatssekretärs für Hochschulwesen und Forschung des französischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft Thierry Mandon eröffnet. Im Publikum waren zahlreiche Professorinnen, Professoren und Studierende, die wichtigsten Botschafter des European Campus.

Eindrücke von der Feier

European Campus unter dem Zeichen von Innovation, Exzellenz und Offenheit eröffnet

Prof. Dr. Alain Beretz, Präsident der Université de Strasbourg
Prof. Dr. Andrea Schenker-Wicki, Stellvertretende Präsidentin von Eucor – The European Campus und Rektorin der Universität Basel
Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Präsident von Eucor – The European Campus und Rektor der Universität Freiburg
Dr. Christine Gangloff-Ziegler, Präsidentin der Université de Haute-Alsace
Prof. Dr. Thomas Hirth, Vizepräsident des Karlsruher Instituts für Technologie

Musikstücke als Hommage an den französischen Komponisten Fauré, den deutschen Brahms und den Schweizer Huber, die Sterne der Europaflagge als Rahmen für die Fahnen der drei Länder – die Symbolik der Eröffnung des European Campus ist ausdrucksstark, ebenso wie das, was sich an diesem Mittwoch, den 11. Mai, abspielt. Die Worte hallen in der vollbesetzten, majestätischen Aula des Palais universitaires bedeutungsschwer wieder. Die Worte von Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, der mit Nachdruck bestätigt, dass der European Campus „die politische Idee Europas nährt“. Die Worte von Alain Beretz, der zur Sprache bringt, dass hier „ein Modell-Campus für Projekte auf EU-Ebene, an der Spitze der Forschung“ getestet wird. Oder auch die Worte von Thierry Mandon, die die Idee stützen, „an ein offenes Europa anzuknüpfen, inspiriert wie vor 1914, das Europa von Stefan Zweig“.

Vielfalt steigert Forschungsqualität um Vielfaches

Während der anschließenden Podiumsdiskussion betont Carlos Moedas mehrmals den Mut, den die Verantwortlichen der deutschen, französischen und Schweizer Universitäten aufbrachten, um dieses grenzüberschreitendes Projekt zu realisieren. „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass gemeinsame und transnationale Forschungsprojekte die Qualität der akademischen Ergebnisse um ein Vielfaches steigern. Die Vielfältigkeit kann der Wissenschaft nur von Nutzen sein und die Vielfältigkeit des European Campus ist seine große Stärke.“ Alain Beretz erinnert an das Potenzial für die wirtschaftliche Entwicklung, über das dieser trinationale Raum der Zusammenarbeit verfügt. Daraus ergibt sich zwangsläufig die Frage nach der Verteilung nationaler Finanzmittel an transnationale Vereinigungen: Thierry Mandon verspricht, die aktuellen Regelungen in Frage zu stellen, um „Grenzen zu überwinden“. Die Herausforderung bleibe, administrative, aber auch intellektuelle Hindernisse aus dem Weg zu räumen, vervollständigt die Forscherin Luisa de Cola, die sowohl Professorin in Strasbourg als auch in Karlsruhe ist und die „eine Bereicherung durch diese doppelte Zugehörigkeit“ bezeugt.

Sie sprechen kein Deutsch? Gehen Sie nach Deutschland!

Im Anschluss an die Eröffnung wurde drei Persönlichkeiten, die maßgeblich am Aufbau von Eucor beteiligt waren oder sind, die Ehrendoktorwürde der Université de Strasbourg verliehen: Horst Hippler, Physiker, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz und ehemaliger Präsident des KIT, Antonio Loprieno, Ägyptologe und ehemaliger Rektor der Universität Basel und Hans-Jochen Schiewer, Germanist und Rektor der Universität Freiburg. „Durch ihre wissenschaftlichen Verdienste aber auch durch ihr Engagement, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit lebendig zu gestalten und zu entwickeln, ehren sie die Werte der Universität“, führte Alain Beretz sie ein.

Zum Schluss die Worte von Audrey Dujardin, Absolventin des binationalen Studiengangs Regio Chimica (Université de Haute-Alsace und Universität Freiburg): „ Haben Sie keine Angst, fortzugehen. Sie können kein Deutsch? Gehen Sie nach Deutschland, dort lernen Sie es!“

*Die Partnerinstitutionen sind die Universitäten Freiburg, Basel, Strasbourg, de Haute-Alsace und das Karlsruher Institut für Technologie.