Archiv Projektfortschritte 2015

16. Dezember 2015: 5,5 Million Euro für den European Campus

Die Präsidenten der Eucor-Universitäten - Copyright: Service communication UHA

Der Begleitausschuss des Interreg-VA-Oberrhein-Programms hat drei gemeinsame Anträge der Universitäten am Oberrhein bewilligt.
Der zentrale Interreg-Antrag „European Campus – grenzüberschreitende Strukturen“ sieht vor, strukturbildende Maßnahmen zu schaffen, um die vorhandenen Potenziale an den Universitäten Basel, Freiburg, Haute-Alsace, Strasbourg und am Karlsruher Institut für Technologie gemeinsam zu entfalten. Die Fördersumme von der EU liegt bei 2 Millionen Euro. Ein weiterer Interreg-Antrag sieht die Schaffung eines Oberrheinischen Clusters für ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeitsforschung vor, dessen Fördersumme von der EU sich auf 1,7 Millionen Euro beläuft.
Die Universitäten von Eucor – The European Campus sind außerdem Projektpartner des Interreg-Antrags „SERIOR“, der von der Universität Koblenz-Landau gestellt wurde und der den Aufbau einer trinationalen Graduiertenakademie zum Thema Risikomanagement und Risikoabschätzung vorsieht. Die Fördersumme von der EU liegt bei 1,8 Millionen Euro.

9. Dezember 2015: Auf dem Weg zur ersten europäischen Universität

Die Präsidenten der Eucor-Universitäten. Copyright: service communication UHA

Am 9. Dezember 2015 haben die Universität Basel, die Alberts-Ludwigs-Universität Freiburg, die Université Haute-Alsace, die Université de Strasbourg und das Karlsruher Institut für Technologie die Gründungsdokumente für den trinationalen European Campus unterzeichnet.
Damit gründen sie einen „Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit“ (EVTZ). Diese eigene Rechtsform ermöglicht es ihnen unter Wahrung der Autonomie der einzelnen Mitgliedsuniversitäten, zusammen Subventionsanträge zu stellen und gemeinsame Projekte zu entwickeln.
Der European Campus entsteht vor dem Hintergrund einer langjährigen Kooperation der Universitäten am Oberrhein und soll die grenzüberschreitende Forschung und Lehre auf eine neue Plattform stellen, um gemeinsam ihre Position im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe und Ideen entscheidend zu stärken.
Die Gründungsdokumente werden nun beim Regierungspräsidium Freiburg eingereicht. Nach der Ratifizierung durch die zuständigen Behörden in Deutschland, Frankreich und der Schweiz kann der EVTZ seine Arbeit offiziell aufnehmen.

4. Dezember 2015: EARS-Preis für die beste Doktorarbeit für Straßburger Forscherin Laurie Béreau

Laurie Béreau, EARS-Preis-Gewinnerin. Copyright: Christian Kröper

Die Doktorarbeit der Forscherin Laurie Béreau aus Strasbourg zum Thema "Crisis in education": le débat sur l’éducation aux États-Unis après 1945 wurde mit dem Preis der English and American Rhenan Scholars (EARS), einer Zusammenarbeit der englischen Seminare der Universitäten von Eucor – The European Campus, ausgezeichnet.
Die Dissertation von Laurie Béreau behandelt die Auseinandersetzung in den USA nach 1945 zwischen den modernen progressiven Erziehungsmethoden und dem humanistischen Erziehungsmodell, das den Verfall der intellektuellen Ansprüche beklagt.
Anlässlich des 20. Geburtstags von EARS wurde der Preis am 4. Dezember 2015 erstmals verliehen. Er ist mit 800 € dotiert und soll die Veröffentlichung der Doktorarbeit fördern. Mehr zu diesem Thema.

27. November 2015: Ein europäischer Studierendenausweis?

Ein europäischer Studierendenausweis

Catherine Trautmann, ehemalige Kulturministerin und Europaabgeordnete, tauschte sich mit Vertretern der Université de Strasbourg und des KIT über die Einführung eines europäischen Studierendenausweises und die Möglichkeit, sie im Rahmen von Eucor – The European Campus zu testen, aus. Ein solcher Studierendenausweis würde die Mobilität wesentlich vereinfachen.

Dezember 2014: Gemeinsame Weihnachtskarte des European Campus'

Weihnachtskarte des European Campus

Eine gemeinsame Weihnachtskarte für die fünf Universitäten von Eucor – The European Campus
Durch diese erstmalige Herausgabe einer Weihnachtskarte wollen die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die Universität Basel, die Université de Strasbourg, das Karlsruher Institut für Technologie und die Université de Haute-Alsace zusammen den ersten Stein für das Gebäude legen und das Konzept des European Campus konkretisieren.
Der European Campus plant, gemeinsames Lehrpersonal einzustellen, gemeinsame Forschungsprojekte durchzuführen und Studiengänge mit Doppeldiplom einzuführen. Es geht in erster Linie darum, ein Projekt für die strategische Entwicklung im Rahmen der Konföderation der Universitäten des Oberrheins zu entwerfen und umzusetzen, sodass sie sich zu einem Raum der Forschung und der wissenschaftlichen Entwicklung mit internationalem Ansehen herausbildet.
Diese Karte eint die Universitäten in einer gemeinsamen Devise, die sie verbindet: „Denken kennt keine Grenzen“ („La pensée n'a pas de limite– „Thinking knows no bounds“)

30. Januar 2014: Besuch des Präsidenten François Hollande an der Université de Strasbourg.

Besuch des Präsidenten François Hollande. Copyright Catherine Schröder

Am 30. Januar 2014 bringt der Präsident Hollande während seines offiziellen Besuchs die Gründung eines europäischen Campus’ zur Sprache, ein bedeutendes Ereignis für Eucor. Der Präsident begrüßt „die jungen Deutschen, Französinnen und Franzosen, die sich während ihres Studiums engagieren und die demonstrieren, was die Universität im Austausch mit anderen zustande bringt.“ Er ruft außerdem in Erinnerung, dass trotz der Austauschprogramme und der deutsch-französischen Institutionen, die diese vereinfachen sollen, die tatsächliche Anzahl der Austauschstudierenden in den beiden Ländern bescheiden seien: 8000 deutsche Studierende in Frankreich und 6000 französische Studierende in Deutschland. „Wir können also mit dem universitären Austausch noch viel weiter gehen, beispielsweise mit einem europäischen Campus, hier in Strasbourg.“ Der Präsident der Republik hat versprochen, diese innovative Idee beim nächsten Treffen mit der deutschen Regierung im Februar zu erwähnen.